Die Geschichte der Bourdeaux-Familie

Amsterdam

Ein Damm, der im 13. Jahrhundert an der Mündung der Amstel das Moor- und Sumpfland bewohnbarer machte und es vor Überflutung schützte, gab dem Fischerdorf den Namen Amstelredam. Weitere Wälle und die bis heute die Stadt prägenden Grachten ermöglichten die Ausweitung der Siedlung, die 1306 das Stadtrecht erhielt.

Zunächst waren die Heringsfischerei und das Brauen von Bier der Haupterwerb der hier wohnenden Menschen. Aber das sollte sich mit der Zeit ändern. Mehr und mehr setzte sich der Handel als Erwerbsquelle durch.

Mit der Gründung der Vereenigde Oostindische Compagnie 1602 wurde die Basis für ein weltumspannendes Handelsnetz gelegt. Von der seit 1578 protestantisch geprägten Stadt Amsterdam fuhren die Handelsschiffe nach Nordamerika, Brasilien, Indonesien und Afrika.

Schon bald war der Hafen von Amsterdam zu klein geworden und musste ab 1613 ausgebaut werden. Er entwickelte sich zum damals größten Hafen der Welt. Die Zeit des Aufstiegs und des sich ausweitenden Handels ist als Goldenes Zeitalter in die Geschichte eingegangen. Amsterdam entwickelte sich zur Metropole des internationalen Handels.

Der Aufstieg der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen zur Welthandelsmacht missfiel den Engländern. Eine von ihnen ausgehende Regelung des Seehandels verbot ab 1651 den Zwischenhandel über die Niederlande nach England, der nun ausschließlich den Schiffen unter britischer Flagge vorbehalten blieb. Die Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft im Welthandel führte 1652 zum ersten Niederländisch-Englischen Seekrieg, der 1654 mit der Anerkennung der Navigationsakte durch die Vereinigten Niederlande endete.

Bereits 1665 kam es zwischen England und den Vereinigten Niederlanden erneut zu einem Seekrieg um die wirtschaftliche Vorherrschaft, der diesmal zugunsten der Niederländer beendet werden konnte. Der Plan der Engländer, den Niederländern die See- und Welthandelsmacht zu entreißen, war vorerst gescheitert.

Während des Goldenen Zeitalters erlitten viele Niederländer bedeutenden wirtschaftlichen Schaden durch Spekulationsverluste, als 1637 nach sieben Jahren die Blase des Tulpenhandels platzte. Die Tulpenmanie gipfelte darin, dass der Wert von drei Tulpenzwiebeln zeitweise dem Wert eines Hauses entsprach1.

Noch mindestens 20 Jahre nach der Tulpenhysterie vergingen, bis unser Vorfahr Isaac als Weinhändler in Amsterdam nachzuweisen ist.

Heute ist Amsterdam die Hauptstadt der Niederlande und seit jeher wichtiger Anlaufpunkt für Händler und Reisende aus aller Welt. Die Stadt am IJsselmeer, wegen ihrer Grachten weltberühmt, ist eine der schönsten Metropolen der Erde. Eine bunte Mischung unterschiedlichster Kulturen und Traditionen treffen und trafen hier aufeinander. Amsterdam beherbergt die wichtigsten Museen niederländischer Künstler von Rembrandt bis van Gogh.


1Die Tulpenspekulation (Stand 15.01.2019).

Zum Weiterlesen
 amsterdam.org - Geschichte.
 Wikipedia: Niederländische-Ostindien Kompanie.
 Wikipedia: "Navigationsakten".
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